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Trompete – Hohe Töne lernen

Warum können manche auf der Trompete hoch spielen und andere kommen, auch wenn Sie noch so viel üben, beim Thema Hohe Töne auf keinen grünen Zweig?

Während man früher in letzterem Fall dem Trompeter einfach ein Baritonhorn in die Hand gedrückt hat und völlig unzutreffend von fehlenden anatomischen Voraussetzungen gesprochen hat, ist heute klar, welche Faktoren tatsächlich ein hohes Register ermöglichen oder aber verhindern.

Schauen wir uns zunächst einmal an, welche grundlegenden Zusammenhänge es gibt. Dann kannst Du einordnen, welche Fehler Du bisher möglicherweise gemacht hast, bzw. woran Du besonders intensiv arbeiten musst. Denn alles Üben bringt nichts, wenn man in die falsche Richtung geht. Oder anders herum: dass die Richtung stimmt ist wichtiger als das wie schnell man vorwärts geht, einverstanden?

Wie erzeugt man hohe Töne auf der Trompete?

Um auf der Trompete einen Ton zu erzeugen müssen die Kraft der Luft und die Kraft der Lippen im Gleichgewicht sein. Wenn man lauter und/oder höher spielt, und damit die Kraft der Luft erhöht, muss man auch die Gegenkraft der Lippen erhöhen.

Das bedeutet, dass die Lippen nicht alleine die Ursache für die Tonhöhenveränderung sind, sondern “nur” auf die anderen Faktoren reagieren! Sie tun das übrigens automatisch, du kannst das nicht bewusst steuern.

Die Kraft der Luft kannst du erhöhen, indem du

  • mehr Luft bläst, dann wird der Ton lauter
  • den Mundraum mit der Zunge enger machst, dann wird der Ton höher.

Probiere letzteres mal für dich aus, indem du schnell hoch und runter pfeiffst. Dabei müsstest du eine deutliche Zungenbewegung wahrnehmen können. Ähnliches findet auch beim Trompetespielen statt.

Das Modell nochmals zusammengefasst: um höher zu spielen verkleinerst du den Mundraum und die Lippen reagieren darauf mit mehr Anspannung bzw. rollen etwas ein, damit das Gleichgewicht von Luft und Lippen erhalten bleibt.

Warum hohe Töne auf der Trompete nicht kommen.

Was steht also der Höhe konkret im Wege? Welches sind die wichtigen Hebel, an denen sich zu arbeiten lohnt? Und wie sollte diese Arbeit dann aussehen? Schauen wir uns drei Faktoren an:

Alles Kopfsache?

Das erste was Höhe im Wege steht ist – wie so oft – dein Kopf. :) Du hast also irgendwelche Konzepte von Höhe, zum Beispiel

  • dass es schwer ist,
  • dass du schon immer Probleme damit hattest,
  • dass deine Lippen zu dick und
  • du zu unbegabt bist…

Das wird dann zur selbsterfüllenden Prophezeiung, d.h. selbst wenn du eigentlich von deinem Können her in der Lage wärest, bereits viel höher zu spielen, sabotierst du dich hier selbst.

Der Gebrauch des Selbst

Dann ist da die Frage, wie Du selbst mit dir umgehst. Also:

  • bist du verspannt?
  • ist deine Atmung locker?
  • stehst du balanciert usw.

Denn diese Grundvoraussetzung wird von den meisten hoffnungslos unterschätzt. Übermäßige Körperanspannung verstärkt sich, wenn die Ansprüche höher werden. Ausgewogene Körperspannung ermöglicht leichtes Spiel in jeder Lage.

Kommen wir nun zu konkreteren TrompeterProblemen:

Koordination und Geschicklichkeit

Es ist entscheidend, dass du die am Spiel beteiligten Kräfte gut koordinieren kannst. Dass z.B. der Kiefer oder der Hals nicht zugehen, wenn du mit der Zunge nach oben gehst (für einen höheren Ton s.o.). Oder du hierbei die Lippen auseinanderziehst.

Warum passiert das überhaupt?

All das hängt damit zusammen, dass wir im Alltag Zunge, Kehlkopf, Kiefer, Lippen gemeinsam gebrauchen. Beim Sprechen oder Essen beispielsweise.

D.h. es ist über Jahre und Jahrzehnte eingeübt worden, dass beim Vokal [i], wo die Zunge weit oben ist (hoher Ton), die Lippen gleichzeitig auseinander zu ziehen. Manche sprechen vom “lächelnden Ansatz”, vielleicht hast Du davon gehört? Das ist aber sehr ungünstig, weil durch die Dehnung die Lippen weniger Kraft haben, während sie für den hohen Ton aber mehr Kraft brauchen. Ausserdem ist der Kiefer relativ weit zu, so dass wenig Luft hindurchgeht, was auf der Trompete dann laute, hohe Töne unmöglich macht.

Du musst also eine neue Art der Koordination dieser Teile mit speziellen Übungen trainieren.

Damit du immer geschickter und ökonomischer wirst.

Immer mehr also von dem tust, was nötig ist und immer weniger von dem, was nicht nötig ist. Dann stehen diese Alltagsgewohnheiten den hohen Tönen nicht mehr im Wege, sondern Du kannst im Gegenteil genau das einüben, was Höhe auf der Trompete erst möglich und dann leicht macht!

Dann erst lohnt es sich übrigens Kraft zu trainieren…

Kraftaufbau für Hohe Töne Trompete

Inzwischen sollte klar sein, dass Du zuerst an Geschicklichkeit arbeiten musst.

Warum?

Wenn Du lernst, die dir zur Verfügung stehende Kraft optimal zu nutzen, also geschickter wirst, dann fällt dir alles leichter. Wenn Du dabei auch noch lernst Anspannungen oder Bewegungen bleiben zu lassen, die dem Spiel im Wege stehen (z.B. Hals zu, Pressen usw.), dann kann dein Tun erst so richtig seine Wirkung entfalten. Dann brauchst Du viel, viel, viel weniger Kraft und erreichst mehr.

Deswegen sollte ein Training der Geschicklichkeit immer der erste Schritt sein.

Dann kannst Du dich auch um Kraft kümmern. Und hier ist die Frage, was genau Du trainieren musst. Die erste Idee zielt immer auf die Lippen. Der zweite Muskel wird häufig vernachlässigt: die Zunge! Die ja, wie wir oben gesehen haben, für die Luft zuständig. Beide Muskeln kann man sehr gezielt trainieren – Bodybuilding für Lippen und Zunge, gewissermaßen.

Trompete – Hohe Töne lernen

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