Auf der Bühne wohl(er) fühlen

2 Tipps zum konstruktiven Umgang mit Auftrittsangst.

© Bild: teetasse – pixabay.com

Um dem unangenehmen Gefühl, dass die Allermeisten auf der Bühne haben, etwas entgegenzusetzen, beginnen viele mit „positiven Denken“. Sie reden sich dann also ein, dass sie gaaaaanz ruhig sind, dass schon alles gut gehen wird usw.

Natürlich sind sie keineswegs ruhig, sondern nervös, sonst müssten sie sich das nicht erzählen. Und sie glauben in Wahrheit auch nicht daran, dass alles gut gehen werde, sonst müssten sie sich das nicht einreden. Diese Art „positiv“ zu denken funktioniert daher oft nur sehr begrenzt – Ausnahmen bestätigen hier natürlich die Regel.

Frage dich stattdessen doch einmal das genaue Gegenteil: was ist das absolut Schlimmste, was beim bevorstehenden Konzert passieren könnte. Du spielst einen falschen Ton? Du verpasst den Einsatz? Es klingt unterirdisch?

Und: was ist die Angst hinter der Angst? Dabei findest du heraus, wovor du tatsächlich Angst hast:

  • Vielleicht Ablehnung?
  • Angst zu scheitern?
  • Und der Klassiker: Was denken die anderen?

Überprüfung

Nehmen wir an, ein Teil von dir glaubt, dass du abgelehnt werden wirst – von wem auch immer. Der nächste Schritt wäre dann zu überprüfen, ob das, was du da glaubst, tatsächlich wahr ist. Stelle dir also die ganz einfache Frage: ist das wahr? Kann ich absolut sicher sein, dass ich abgelehnt werde, wenn ich einen falschen Ton spiele?

Wenn du diese Frage ehrlich stellst, mag es sein, dass du es vielleicht noch für wahrscheinlich hältst, aber wirklich wissen(!) kannst du es nicht. Die Angst geht davon zwar nicht weg, sie erhält aber ein Gegengewicht, wird gemäßigt.

In diesem Schritt geht es also nicht darum, dir irgendetwas anderes einzureden, sondern diese einfache Frage weicht die automatische Verbindung zwischen “Bühne” und dem starren Glauben an dieses “Worst Case Szenario” auf – und du erhältst somit die Möglichkeit konstruktiver auf den Reiz “Bühne” zu reagieren.

Perspektive

Und dann kannst Du einmal gedanklich in die Zukunft zu reisen: wir schreiben das Jahr 2018. Stelle dir vor, das morgige Konzert liegt bereits ein Jahr zurück… Oder reise nach 2022 und blicke fünf Jahre zurück. Oder ins Jahr 2042 und versuche dich an das Konzert vor 25 Jahren zu erinnern. Welche Rolle hatte dieses Konzert vor 25 Jahren?

Durch diesen Wechsel der Perspektive wirkt ein bevorstehendes Konzert oft weniger bedrohlich und man kann wesentlich gelassener an die Sache herangehen.

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